Supporting Employability through Self-Development: Training course in Kosovo
24th April 2018
Nature.Culture.Me 28th July – 6th of August 2018 Berne(Bremen), Germany
16th Mai 2018

Train the trainers: It’s up to me 5

Tag 1:

Der erste Tag unseres Training Course “It’s up to me 5” ist vorbei. Nach einigen Kennenlernspielen und der Festlegung von Regeln für unsere gemeinsame Zeit wurde die Aufmerksamkeit auf unsere Ziele für den Tag gelegt: Welche Erwartungen wir an den Training Course haben, welche Ängste, aber auch, was wir in der Gruppe persönlich beitragen können, was Erasmus+ und Youthpass sind, Teambuilding und das Kompetenzverständnis der Trainer.

Danach wurden die Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt. Der Tag sollte genutzt werden, um diese losen Gruppen von Menschen, die einander nicht vorher kannten, in wahre Teams zu verwandeln. Da ist es natürlich nicht ganz so einfach, Vertrauen untereinander aufzubauen. Das braucht Zeit und wurde in einem Angebot an Teambuilding-Aufgaben gemeistert. Die Teilnahme war freiwillig und einige nahmen das Angebot an, andere nicht. Es gab keine falsche Entscheidung in diesem Fall, was die Trainer immer wieder betonten, denn es erfordert Mut, bis dato fremden Menschen zu vertrauen, dass sie einen stützen, wenn man sich fallen lässt. Aber vielleicht brauchte es noch mehr Mut, „nein“ zu sagen, wenn so viele andere schon die Herausforderung gemeistert haben.

Zuletzt wurde die Gruppe mit den Kompetenzanforderungen für einen Trainer gemäß der Europäischen Kommission und Konzepten wie Selbsteinschätzung und intrinsischer Lernmotivation vertraut gemacht. Am Ende des Projekts sollen die Teilnehmer bessere Trainer mit einer klaren Vorstellung über Ausgangspunkt und Ziel eines Lernprozesses sein.

 

“Es sieht nach viel Arbeit aus, weil die Ansprüche hoch sind.”

 

Tag 2:

Zu Beginn des ersten Workshops bildeten wir Teams, die sich eine eigene Identität erarbeiten sollten: ein Motto, einen “Schlachtruf”, ein Logo…; etwas, das den Teammitgliedern ein Zusammengehörigkeitsgefühl gab und sie einzigartig und erkennbar für andere zu einem Team macht.

Weiter ging es mit der Theorie der vier essentiellen Bedürfnisse des Menschen. Das Gehirn will lernen, das Herz will lieben, der Körper will Leben und der Geist möchte die Welt mitgestalten. Als Gruppenleiter sollte man das ganz besonders im Kopf haben und diese Bedürfnisse befriedigen, um sein Team und alle einzelnen Mitglieder dauerhaft zu motivieren.

Am Nachmittag gab es eine Diskussion über Methoden und Werkzeuge, die man in Workshops einsetzen kann. Unsere Teilnehmer wurden in die verschiedenen Arten von Lerntypen und mögliche Phänomene im Lernprozess eingeführt. Ist der Workshop lernerzentriert oder beschäftigt er sich mehr mit Inhalten? Möchtet ihr, dass eure Zuhörer sich auf ihre früheren Erfahrungen zurückbesinnen oder möchtet ihr, dass sie mental wachsen? Die Beachtung dieser Fragen hilft, die gestellten Erwartungen an den Workshop zu erreichen und die Lerngruppe auf den “Weg” zu bringen, den man als Trainer für sie vorsieht.

 

Tag 3:

Im morgendlichen Programm ging es darum, das Sprechen und Präsentieren vor Gruppen zu verbessern. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen eingeteilt, die, unterstützt von einem unserer Trainer, einen dreiminütigen Vortrag über ein zufällig zugeteiltes Thema zu halten. Nach jedem Vortrag bekamen die Redner Feedback vom Trainer und der Gruppe. Das Ziel dieses Workshop war, ein Bewusstsein für die eigenen Stärken zu entwickeln und gleichzeitig die Feinheiten zu erkennen, wo es noch leichten Verbesserungsbedarf gab.

Der Nachmittag gab den Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zur Selbstdarstellung unter Beweis zu stellen. In Teams wurde heftig debattiert und das Verhalten mit den Trainern reflektiert, zuerst in kleineren Gruppen. Im Plenum wurden dann die Gefühle, Erfahrungen und Beobachtungen ausgetauscht, immer den Lernprozess im Auge behaltend.

Zum Abschluss wurden einige große Reden von begnadeten Rednern angeschaut und analysiert. Sie können als Beispiele, Inspiration genutzt werden und einige praktische Tipps und Tricks wurden ausfindig gemacht.

Tag 4:

Der Gruppe wurde in den letzten Tagen jede Menge Input gegeben, sodass das gestrige Tagesprogramm etwas entspannter war, damit die Teilnehmer alles Erlernte nicht nur “aufsaugen”, sondern auch verarbeiten konnten.

Morgens ging es darum, an unserer Fähigkeit zum Zuhören zu arbeiten. Damit kann man nicht nur Gesprochenes Wort untereinander verstehen, dazu gehört auch, dem Raum, der Umwelt und einem selbst zuzuhören. Danach wurde ein freier Nachmittag verbracht, um die Bremer Innenstadt zu entdecken.

Aber… wir sind hier bei “It’s up to me”, also durfte selbstverständlich nicht der GANZE Tag entspannt werden. Nach dem Abendessen, als jeder sich entspannte, überraschten die Trainer die Gruppe mit einem Workshop über Krisenmanagement. Die Trainer und Organisatoren haben ihre schauspielerischen Qualitäten eingesetzt, um ein möglichst realistisches Rollenspiel über eine mögliche Notlage in einem Erasmus+ Projekt zu inszenieren. Schnelle Entscheidungen waren notwendig, um die Herausforderung zu meistern.

Auch wenn es für einige eine sehr angespannte Situation war, muss zukünftigen Trainern bewusst sein, dass immer etwas Unvorhergesehenes passieren kann. Darauf müssen sie vorbereitet sein, um jederzeit reagieren und Entscheidungen treffen zu können.

 

 

Tag 5:

Heute Morgen arbeiteten die Teilnehmer an ihrer nonverbalen Kommunikation und Körpersprache. Sie lernten, wie stark dies die Wahrnehmung über andere und von anderen über uns beeinflussen kann. Kollaboratives Malen als nonverbales Medium genutzt werden kann, mit dem man auf eine vielleicht kreativere Weise mit anderen kommunizieren kann.

Die Einheiten am Nachmittag lenkten den Fokus darauf, wie man kreative Workshops entwirft, einen Lernprozess vom Anfang (das Schwerpunktthema auszuwählen, das die Gesellschaft bewegt) bis zum Ende (Abschlussevaluation) Schritt für Schritt plant.

In einem Workshop wurden Ideen für neue Projekte untereinander ausgetauscht, mit einer Open-space-Methode. Alle Teilnehmer brachten eigene Vorschläge, die sie gerne diskutieren oder mit denen gerne arbeiten würden, ein und grenzten die Arbeitsfelder in Kleingruppen weiter ein.

 

Tag 6:

Nur noch ein Tag, bis die Teilnehmer ihren Workshop halten müssen!

Am Morgen wurde sich auf Teammanagement konzentriert. Jeder Trainer saß an einem Tisch und die Teilnehmer hatten freie Auswahl, an welchen Tisch sie sich setzen möchten. Dort bestand die Möglichkeit, die Trainer über ihren Umgang mit Teammanagement auszufragen. Jeder Trainer hat seine eigenen Hintergründe und Vorgehensweise, sodass diese Methode gewählt wurde, um den Teilnehmern einen Überblick über die verschiedenen persönlichen Umgangsweisen zu verschaffen und sie selbst entscheiden konnten, wem sie am meisten zustimmen oder welche Herangehensweisen eher weniger zu ihnen passen.

Der Workshop am Nachmittag hatte persönliche und berufliche Zielsetzungen zum Thema. Die Methode The Weel of life besteht darin, einen Kreis in Sektoren zu unterteilen, die für die verschiedenen Bereiche eines persönlichen Lebensweges stehen (z.B. Familie, Beziehung, Gesundheit, Geld,…). Wie zufrieden man in den jeweiligen Bereichen ist, sollte mittels einer Skala beurteilt werden. Der nächste Schritt ist zu überlegen, wie zufrieden man gerne in diesen Bereichen wäre.

Danach hatten die Teilnehmer Zeit, mit ihren Teams an ihren Workshops für den nächsten Tag zu arbeiten. Manche blieben sogar bis drei Uhr morgens wach, um alle Details sicher durchzuplanen und auf alle Eventualitäten reagieren zu können.

Tag 7:

Endlich! Der Tag ist gekommen, an dem die Teilnehmer die Chance bekamen, ihre eigenen Workshops zu halten. Am gesamten Vormittag hielt jedes Team eine 45-minütige Session vor der Gruppe und den Trainern. Jeder Workshop erhielt ein umfangreiches Feedback, um die Stärken bewusst zu machen und Verbesserungsmöglichkeiten sowie kleine Details, an denen noch gearbeitet werden muss, aufzuzeigen. Am Nachmittag wurde diskutiert, wie man den Lerneffekt persönlich nutzen konnte.

In dieser Woche bekam die Gruppe so viele neue Informationen, Tipps, Ratschläge und Perspektiven aufgezeigt, die sie nun in die Praxis umsetzen mussten. Die Session gab manchem neue Energie, für ihre Träume zu kämpfen.

Am Abend wurde das Programm mit einer Abschlusszeremonie beendet. Nach der Aushändigung der Youthpasses bekam jeder die Chance, das mitzuteilen, wofür sie der Gruppe dankbar sind (dieses Mal der gesamten Gruppe: Teilnehmer, Trainer, Organisation, …). Der Raum füllte sich mit Dankbarkeit, Anerkennung, Hoffnung in einer Intensität und Emotionalität, die schwer zu beschreiben ist.

Trotz allem ist das schöne an “It’s up to me”, dass das nicht das Ende ist! Das Projekt sieht ein zwölfmonatiges Mentoring nach dem Training Course vor. Die Teilnehmer bekamen die Möglichkeit, ihren Mentor aus den Trainern auszusuchen, der ihnen zur Seite steht und sie unterstützt im nächsten Jahr.

 

 

My world, my dedication, my past, my happiness, my relationships, my learning, my chances, my choices, my love, my friends, my present, my work, my success, my future, my career, my attitudes, my passion, my actions, my expectations, my life. Every single day. It’s up to me.